37. LANDESMUSIKFEST des Musikerverbandes Schleswig-Holstein - Wertungsprädikat "Sehr Gut!"
Endlich war es soweit. Am 07.09.2012 ging es Richtung Neumünster zum Landesmusikfest.
Dazu trafen wir uns um 17.00 Uhr am Haus Alt Bethlehem, wo sich unsere Übungsräume und somit auch unsere Instrumente befinden.
Alles, was man zum musizieren benötigt, und das ist nicht gerade wenig, musste nun in den Transporter, der uns wieder einmal von unserem Bass-Drum-Spieler und Kassenwart, Frank Westermann (Spedition Westermann), zur Verfügung gestellt wurde, verladen werden. Ferner musste die Privatkleidung und Schlafutensilien der teilnehmenden Musiker und Betreuer verstaut werden.
Voller freudiger Erwartung auf ein tolles Wochenende machten wir uns dann mit mehreren Fahrzeugen auf den Weg. Nach 45min in Neumünster angekommen, erledigten wir unseren „Einzug“ in eine Sporthalle, die wir mit drei anderen Spielmannszügen teilten.
Zur Überraschung der Kleinen fand das Abendessen im Schnell-Restaurant mit dem "goldenen M" statt. Satt und zufrieden und mit Vorfreude auf den ersten richtigen Tag auf dem Landesmusikfest ging es in die erste Nachtruhe.
Am Sonnabend starteten wir um 07.00 Uhr, mehr oder weniger ausgeruht, in den Tag. Zum Frühstück mussten wir im Konvoi durch die Innenstadt, um dort ein eigens für die Mahlzeiten während des Landesmusikfestes errichtetes Zelt zu erreichen.
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Diese Tour musste am gesamten Wochenende somit ganze 5mal bewerkstelligt werden.
Nach dem Frühstück, zurück in der Sporthalle, hatten die Trommler unserer „Drumline“ noch Gelegenheit für ihre bevorstehende Wertung zu üben und den Stücken den letzten Feinschliff zu geben. Dann ging es erneut in Richtung Innenstadt, zum Gänsemarkt, auf dem unser 1. Platzkonzert stattfinden sollte (!). Dort angekommen, hatten wir jedoch eine kleine Herausforderung zu meistern: 2 Spielmannszüge, 1 Bühne, selbe Auftrittszeit!
Das 60 (!) Musiker starke Blasorchester war nur für diesen einen Auftritt angereist. So entschieden wir uns den Platz zu „räumen“ und in Eigenregie einen geeigneten Platz zu finden. In der Fußgängerzone fanden wir ein schönes Fleckchen und bauten uns dort auf. Eine knappe Stunde haben wir unsere Musik zum Besten gegeben und ernteten viel Applaus.
internetdsc_0306.jpgAm Nachmittag ging es dann für die „Drumline“ ins Immanuel-Kant-Gymnasium zum Einspielen für die anstehende Wertung. Und  da wurden dann nicht nur die Drumliner langsam etwas nervös, sondern der ganze Zug fieberte der Wertung entgegen!
Um 16.30 Uhr wurde es ernst und von nun an hieß es Daumen drücken. Unsere Flötistinnen motivierten die Trommler aus dem Zuschauerraum mit eigens angefertigten Plakaten, die sie stolz präsentierten.
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Souverän meisterte unsere „Drumline“ die beiden Wertungsstücke „Just friends“ und „Mission“. Wie üblich, fand ein anschließendes Bewertungsgespräch statt.

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Auf das erzielte Endergebnis musste jedoch „qualvoll“ bis Sonntag nach dem Aufmarsch aller Spielmannszüge bei der Abschlussveranstaltung gewartet werden.
Zur Entspannung aller sollte dann am Abend eine „Musikerparty“ im Verpflegungszelt stattfinden.
Dort angekommen, mussten wir feststellen, dass dort ein Blasorchester bis 22.00 Uhr spielen sollte.
Um nicht die musikalische Leistung des Orchesters schmälern zu wollen, aber Partystimmung wollte irgendwie nicht aufkommen.
So zogen wir uns in „unsere“ Sporthalle zurück, machten dort mit den Kleinen und Großen ein Spielabend, und zu späteren Stunde ließen die Großen beim gemütlichen Beisammensein den Abend ausklingen.
Sonntagmorgen: Aufstehen, Frühstück, wie gehabt! Dann ging es um 10.00 Uhr zu unserem 2. Platzkonzert zur sogenannten Klosterinsel. Ein schönes Fleckchen, aber etwas abseits von den Hauptverkehrswegen, folglich mit sehr wenig Publikum. Professionell spielten wir unsere 1 Stunde, die im Programmheft veröffentlicht wurde und hatten gleichzeitig einen guten Übungseffekt und die wenigen Zuschauer belohnten es mit ausreichend Applaus.
Am Nachmittag dann ging wiederum zu dieser bereits erwähnten „Klosterinsel“. Immer noch ein schönes Fleckchen, aber nach erfolgtem Aufmarsch aller teilnehmenden Spielmannszüge und dementsprechendes Aufgebot an Publikum nicht wieder zu erkennen.
Warme Worte der Offiziellen und die noch wärme Sonne machten das Warten auf die Ergebnisvergabe fast unerträglich.
9 Züge waren in verschiedenen Kategorien im Landespokal zu bewerten. 9.Platz vergeben, 8.Platz vergeben, 7.Platz vergeben, 6.Platz vergeben,....Es war ein kaum auszuhaltender Countdown.
Dann,...unsere „Drumline“: 5.Platz mit dem Prädikat „sehr gut“. Nicht nur ein supe Ergebnis, sondern damit auch noch für die Deutsche Meisterschaft 2013 qualifiziert! Da soll mal einer sagen, dass eine kleine Truppe nicht etwas Großes erreichen kann!
Voller Stolz, aber das Resultat immer noch nicht wahrhaben wollend, traten wir dann die Heimreise nach Kropp an.
Auch wenn „Zottel“ bis zum letzten Tag seiner einjährigen Auswanderung nach Tasmanien die meiste Vorarbeit geleistet hat, möchten wir nicht die weiterführende Arbeit von Yasmin an der „Drumline“ und von Katja und Jan (Nortorfer Spielergarde) am Repertoire für die Platzkonzerte unerwähnt lassen. Danke!
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